SpVgg. Neu IsenburgKSV Baunatal„Das ist für uns ein Bonuspunkt“, ist Nick Janovsky, Sportlicher Leiter beim Fußball-Hessenligisten Spvgg. 03 Neu-Isenburg mit dem 1:1 (1:1) gegen den KSV Baunatal zufrieden. Das 0:1 fällt nach nur zehn Sekunden, Matthias Buschmann gelingt mit einem Traumtor der Ausgleich.

„Wir sind sehr zufrieden“, sagte Janovsky nach dem elften Punktgewinn in der laufenden Saison. Denn bereits nach einer Viertelstunde hätten die Gastgeber mit 0:3 zurückliegen können. Und in der zweiten Hälfte war der Kräfteverschleiß nach dem Pokalspiel unter der Woche deutlich spürbar. Doch die Baunataler münzten ihre Überlegenheit nicht in Tore um, trafen dreimal nur Aluminium.

Ehe die Hausherren das erste Mal den Ball berührten, lagen sie schon mit 0:1 zurück. Nach dem Anstoß durch Baunatals Nico Schrader dauerte es nur zehn Sekunden bis zum 0:1. Rückpass von Schrader auf Thomas Müller, langer Ball nach vorne in den Lauf von Schrader, Schuss, Tor. „Das war definitiv das schnellste Tor meiner Karriere“, lachte Schrader. „Wir haben das schon öfter probiert, um schnell im Spiel zu sein und schnell Druck auszuüben. Geklappt hat es aber bisher noch nicht“, meinte Schrader. 13 Minuten später hätte die Partie schon entschieden sein müssen. Nach einem langen Ball lief Baunatals Rolf Sattorov alleine auf das Tor der 03er zu, schoss aber am langen Pfosten vorbei (10.). Drei Minuten später eine ähnliche Situation, dieses Mal lief Thomas Müller alleine los, scheiterte aber an 03-Schlussmann Lazar Kavarevic, der den Flachschuss zur Ecke abwehrte.

Nur langsam fingen sich die Neu-Isenburger, die dann aber mit ihrer ersten Möglichkeit, einem 18-Meter-Schuss in den Winkel, durch Matthias Buschmann ausglichen (20.). „Der sollte dahin gehen. Dass der Ball genau so fliegt, war aber nicht zu erwarten“, freute sich Buschmann nach seinem ersten Saisontreffer. Buschmann stand wie schon bei der 1:4-Niederlage in Gießen für Henrik Nedwied als Rechtsverteidiger in die Startformation. „Er ist ein guter Spieler, ha Schnelligkeit“, lobte 03-Trainer Peter Hoffmann, der sich mit dem Unentschieden ebenfalls mehr als zufrieden zeigte. „In den ersten 20 Minuten hatten wir keine Ordnung und hätten auch mit 0:3 zurückliegen können“, gab Hoffmann zu und sprach von einem glücklichen Punktgewinn, „den wir uns hart erarbeitet haben.“ Auf der anderen Seite traf Felix Schäfer nach einem Eckball mit einem Schuss von der Strafraumgrenze aus nur die Lattenunterkante (39.).

Nach der Pause sorgten die 03er, denen das Pokalspiel gegen Hessen Kassel unter der Woche spürbar in den Knochen steckte, nur selten für Entlastung, gefährlich wurde es vor dem KSV-Tor in der zweiten Hälfte überhaupt nicht mehr. Aber Baunatal nutzte seine Möglichkeiten nicht. Daniel Borgardt köpfte nach einer Ecke an die Latte (73.), die ein zweites Mal vibrierte, nachdem Maximilian Blahout abgezogen hatte (86.). Baunatals Trainer Tobias Nebe sagte: "Die Jungs sind sehr enttäuscht, weil wir vom Spielverlauf her hätten gewinnen müssen. Wir haben den Gegner am Leben gelassen, hätten ihm schon nach 15 Minuten den Todesstoß geben können“, formulierte Nebe drastisch. „Da hakt es bei uns momentan ein bisschen. In der zweiten Hälfte waren wir klar überlegen und bringen den Ball nicht unter, das ist sehr ärgerlich.“

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